Um dieses scheinbare Paradoxon aufzulösen musst Du verstehen, dass dB keine feste Maßeinheit an sich ist, so wie Meter oder Kilogramm, sondern lediglich ein Verhältnis zwischen zweier gleichartigen logarithmischen Größen darstellt. Hinzu kommt, dass diese sogenannte Hilfsmaßeinheit dB, in ihrer absoluten Form, eine feste definierte Bezugsgröße braucht. Gut, ich merke schon, dies ist kein Thema für einen kurzweiligen Blogartikel, deshalb kürze ich ein wenig ab.
Im ersten Fall, ist die Bezugsgröße von unseren „0 dB“ die Hörschwelle.
Darum sollte diese eigentlich auch nicht mit dB, sondern immer mit „dBA“ bezeichnet werden.
Der Lautstärkepegel 0 dB am Mischpult hingegen, bezieht sich auf einen gewissen Spannungspegel des elektrischen Gerätes, und sollte somit, je nachdem, mit dBu oder dBV gekennzeichnet sein. Da aber umgangssprachlich hier gerne geschludert wird und alles mit dB bezeichnet wird, entstehen dann diese Missverständnisse
und niemand weiß mehr, von was nun eigentlich die Rede ist.
Ach ja, bleibt noch zu klären, warum das alles? Warum benutzen wir, in der Audiotechnik, die Pegelrechnung, sprich, warum arbeiten wir in dB? Nun, weil es die Rechnungen vereinfacht. Man kann Pegel einfach addieren und subtrahieren. Wenn, zum Beispiel, etwas doppelt so laut werden soll, muss Du nicht etwa multiplizieren, sondern kannst einfach + 6dB hinzuaddieren. Zweitens bleiben die Zahlen von ihrer Größe relativ überschaubar und ziehen sich also nicht unendlich in die Länge. Das Arbeiten mit Pegeln bietet sich auch an, da unsere Gehör logarithmisch funktioniert (Weber-Fechnersches Gesetz). Die Maßeinheit Bel kommt übrigens vom seinem Erfinder Graham Bell.
Du hast nach dem Lesen des Artikels mehr Fragen, als vorher? Dann her damit und in die Kommentare posten! Deine sonstigen Anmerkungen und Ratschläge natürlich auch….


